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Egal ob Bio-Nazis, DDR-Wochenkrippen oder Tabuthema Menstruation — das Zeitfragen-Feature von Mehr anzeigen. Wer eine Schwangerschaft abbricht, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft. Sie geht von der Verantwortung der Frau aus. Die Beratung soll ermutigen und Verständnis wecken, nicht belehren oder bevormunden. Die Schwangerschaftskonfliktberatung dient dem Schutz des ungeborenen Lebens. Reaktion: Lydia Heller Regie: Clarisse Cossais Technik: Alexander Brennecke Es sprechen: Bettina Kurth, Linda Peikert und Robert Levin. Die wichtigsten Kulturdebatten und Empfehlungen der Woche, jeden Freitag direkt in Ihr E-Mail-Postfach. Falls Sie keine Bestätigungs-Mail für Ihre Registrierung in Ihrem Posteingang sehen, prüfen Sie bitte Ihren Spam-Ordner. Willkommen zurück! Sie sind bereits zu diesem Newsletter angemeldet. Politik Geschichte Archiv Abtreibung Der Paragraf im Ost-West-Vergleich Minuten. Twitter Facebook Email Pocket Audio herunterladen. Seit Jahren gibt es den Paragrafen , der einen Schwangerschaftsabbruch unter Strafe stellt. abtreibung ddr gesetz

Abtreibung in der DDR: Gesetzliche Entwicklung und Auswirkungen

Zudem antwortete es auf zunehmende Forderungen der Frauen nach mehr Selbstbestimmung, die gerade im medizinischen Bereich durch ihren wachsenden Anteil innerhalb der Ärzteschaft lauter wurden. Bei dieser gefährlichen Praxis starben offiziell jährlich etwa 70 bis 80 Frauen, die Dunkelziffer war jedoch weitaus höher. Dennoch regte sich ein schwacher Protest gegen die neue Regelung in kirchlichen Kreisen. Schon nach Bekanntgabe des Gesetzentwurfs hatte die katholische Kirche sich in einem von allen Kanzeln verlesenen Hirtenbrief vehement für den Schutz menschlichen Lebens durch den Staat ausgesprochen. Freikirchliche Gruppierungen schlossen sich an, doch blieben all diese Einwände marginal. Zeitzeuginnen berichten, dass das medizinische Personal den Eingriff anfangs oft nur widerwillig durchführte. Kirchlichen Krankenhäusern blieb es gar vorbehalten, ihn abzulehnen, wovon sie in den meisten Fällen Gebrauch machten. Denn die Zahl der Abtreibungen war nach tatsächlich sprunghaft angestiegen, wie eine Untersuchung für den Bezirk Gera belegte: Nach ca.

Rechtliche Situation der Abtreibung in der DDR Egal ob Bio-Nazis, DDR-Wochenkrippen oder Tabuthema Menstruation — das Zeitfragen-Feature von Mehr anzeigen.
Die Abtreibungspolitik der DDR: Eine Analyse Stand: Von: Arno Widmann.
Gesetzliche Regelungen zur Abtreibung in der DDRDas Gesetz über die Unterbrechung der Schwangerschaft war ein von der Volkskammerdem Parlament der Deutschen Demokratischen Republik DDRam 9. März beschlossenes Gesetz zur Regelung des Schwangerschaftsabbruchs.

Rechtliche Situation der Abtreibung in der DDR

Das Gesetz über die Unterbrechung der Schwangerschaft war ein von der Volkskammer , dem Parlament der Deutschen Demokratischen Republik DDR , am 9. März beschlossenes Gesetz zur Regelung des Schwangerschaftsabbruchs. Mit seiner Verabschiedung wurde in der DDR für den Schwangerschaftsabbruch in Abkehr von der zuvor geltenden indikationsbasierten Regelung eine grundlegende Neufassung der Gesetzeslage in Form einer Fristenlösung eingeführt. Nach dieser erhielten Frauen das Recht, innerhalb von zwölf Wochen nach dem Beginn einer Schwangerschaft über deren Abbruch eigenverantwortlich zu entscheiden. Das Gesetz traf in der DDR auf Kritik und Ablehnung durch die Kirchen beider Konfessionen sowie durch Teile der Ärzteschaft, zu einer öffentlichen Diskussion in nennenswertem Umfang kam es allerdings nicht. Bis zur politischen Wende von war die Beschlussfassung über das Gesetz jedoch die einzige Abstimmung in der Geschichte der Volkskammer, die nicht einstimmig ausfiel, da es 14 Gegenstimmen und acht Enthaltungen gab.

Die Abtreibungspolitik der DDR: Eine Analyse

Es folgte der Eingriff. Später gab es kostenlose Verhütungsmittel. Noch gegen Ende der 80er Jahre sollen in der DDR rund ein Drittel der Schwangerschaften abgebrochen worden sein. Das Ergebnis war ein deutlicher Geburtenrückgang. Den versuchte die Regierung der DDR durch die finanzielle Unterstützung junger Ehepaare zu bekämpfen. Mit dem Gesetz von brach die DDR radikal auch mit ihrer eigenen Tradition. Darüber entschied jeweils eine Kommission, die sich aus Vertretern und Vertreterinnen aus Ärzteschaft, Gesundheitswesens und des Demokratischen Frauenbundes zusammensetzte. In der Bundesrepublik war man von einer Fristenlösung meilenweit entfernt. Der Journalistin Alice Schwarzer war es gelungen, Frauen dazu zu bewegen, sich in der Illustrierten zu outen. Darunter waren Stars wie Senta Berger und Romy Schneider, aber auch unbekannte Büroangestellte und Arbeiterinnen. Jede, die den Aufruf unterschrieb, riskierte ein Gerichtsverfahren und womöglich eine Gefängnisstrafe. Die neue Frauenbewegung bekam durch den Kampf gegen den Paragraphen eine bis dahin nicht gekannte Breitenwirkung.